Unter der Leitung der Dirigenten Volker und Julia Hedtfeld, Hans Kuritz, Friederike Hoffmann und Esther Schwendtner durchliefen die rund 300 Zuhörenden eine Reise vom Weihnachtstress bis hin zur Geburt Jesu Christi. Stellvertretend für das Licht, welches die Geburt Jesu symbolisch darstellte, wurde eine Kerze zu Konzertbeginn entzündet.
Vom Licht in einer sonst dunklen Zeit handelten auch Stücke wie „Star Carol“ vom Komponisten John Rutter und „Vom Himmel hoch“, dargeboten durch das Orchester von Otto Nicolai. Die Weihnachtsouvertüre war einer der Höhepunkte des Abends. Das Orchester entführte die Zuhörenden in eine klangliche Reise, die von Dunkelheit zu Hoffnung führte. Die zarten Melodien der Holzbläser schwebten anfangs, wie von oben herab, ehe das gesamte Ensemble die Geburt Jesu in freudigem Jubel zelebrierte. Die dynamischen Kontraste und die packende Interpretation machten dieses Stück zu einem bewegenden Erlebnis. Auch das Versprechen Gottes, dass sein Sohn auf die Erde kommen wird, fand Anklang. Im Stück „Was Gott dir sagt, das hält er gewiss“ sang der Kinderchor von Zuspruch – und dass Gott uns nicht allein lässt.
Ein besonderes Highlight war das Stück „Eatnemen Vuelie“ von Frode Fjellheim, bekannt aus dem Disney-Film „Frozen“. Es kombinierte die traditionelle samische Gesangstechnik Yoik mit der Choralmelodie von „Schönster Herr Jesus“ und führte die Zuhörenden musikalisch in die skandinavische Weihnachtstradition. Die Klangfarbe des Jugendchores, begleitet von Percussion, schuf eine faszinierende Atmosphäre und entführte das Publikum in eine magische Welt.
Aber auch das schwedische Weihnachtslied „Jul, Jul, strålande Jul“, dargeboten vom Jugendchor, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Mit seinem Text, der von Frieden und Hoffnung spricht, und seiner melancholisch-schönen Melodie trug es zur besinnlichen Stimmung des Abends bei. Die begleitende Übersetzung durch die Moderation ermöglichte es den Zuhörenden, die Botschaft des Liedes besser zu verstehen.
Im weiteren Verlauf des Konzertes spielte das Orchester die Ouvertüre aus der Oper „Hänsel und Gretel“. Auch wenn Teile der Handlung des Märchens innerhalb des Stückes immer wieder illustriert wurden, so tauchte die Melodie aus der Oper „Abends, wenn ich schlafen geh, vierzehn Engel um mich stehn“ immer wieder auf. Sie symbolisiert die schützende Hand Gottes über die beiden. Weiterhin erklang das ursprünglich auf Latein verfasste Stück „O come all ye faithful“. Es ist eines der bekanntesten und am häufigsten gesungenen Lieder über die Geburt Jesu Christi.
Mit dem „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel aus seinem berühmten Oratorium „Der Messias“ wurde das Konzert schließlich zu einem triumphalen Abschluss gebracht. Dieses Stück aus der Epoche des Barocks ist ein kraftvolles musikalisches Zeugnis der Freude und des Lobes über die Geburt Jesu. Die beeindruckende Darbietung von Chor und Orchester erfüllte die Kirche mit einem überwältigenden Klang und ließ die Botschaft von Weihnachten auf eindrucksvolle Weise nachhallen. Ein würdiger Abschluss eines besinnlichen und zugleich festlichen abends.
Neuapostolische Kirche